“LA ME BAITA” [Meine Hütte]

Die “Bleibe” von Giacomo Floriani

DIE BERGHÜTTE UND DIE KIRCHE

Die Kirche San Pietro

Die Berghütte und die Kirche

Auf dem Monte Calino, auf 974 m Höhe, neben der kleinen uralten Kirche San Pietro, liegt die Berghütte San Pietro. Ursprünglich genutzt als “romitorio” [Einsiedelei], Klause eines Eremiten, wurde sie im Jahre 1930 vom italienischen Alpenverein SAT, Ortsgruppe Riva del Garda, erworben.

Die Alphütte “Giacomo Floriani”.

Giacomo Floriani schrieb Artikel und Gedichte im lokalen Dialekt und einige seiner Werke wurden in den frühen zwanziger Jahren in den Zeitungen Norditaliens und in einigen Sammlungen seines Freundes Riccardo Maroni veröffentlicht.

Frassati Wanderweg im Trentino

Nach seiner Seligsprechung im Jahre 1990, entschied sich der Italienische Alpenverein, Pier Giorgio Frassati ein Wanderwegenetz mit der Bezeichnung “Sentieri Frassati” zu widmen, die in jeder italienischen Region zu finden sind.

GIACOMO FLORIANI – 20/01/1889 – 28/04/1968

Der Dichter und Poet vom Gardasee mit seiner einfachen, aber ausdrucksstarken Lyrik.

Giacomo Floriani schrieb Artikel und Gedichte im lokalen Dialekt und einige seiner Werke wurden in den frühen zwanziger Jahren in den Zeitungen Norditaliens und in einigen Sammlungen seines Freundes Riccardo Maroni veröffentlicht.
Seine Gedichte greifen die örtlichen Motive auf: der See, die Gipfel, die Wälder, die Blumen, die Sonnenaufgänge und die Sonnenuntergänge. Der einfache Mensch aus den Bergen wertet die lokale Sprache und die Kultur mit einer einfachen, aber ausdrucksstarken Lyrik auf und bleibt dabei mit dem einfachen Volk verbunden.

Anmerkungen aus dem Leben des Dichters:

1926 – Er ist einer der Gründer der Rivaner Ortsgruppe des Italienischen Alpenvereins SAT (società alpinisti tridentini), der ihn zum Vizepräsidenten ernennt.

1928 – Riccardo Maroni gibt zwei Auflagen seiner ersten Liedersammlung “Fiori di montagna“ [Die Bergblumen] heraus, vorgestellt durch den Schriftsteller und Dichter Giuseppe Zoppi aus dem Tessin. Der Erlös wird der Rivaner Ortsgruppe des Italienischen Alpenvereins SAT gespendet. In kürzester Zeit sind beide Auflagen vergriffen.

1946 – Beim 1. Nationalen Wettbewerb der Mundartdichtung erhält er eine besondere Widmung mit Diplom. Er gewinnt den 1. Preis ex aequo beim Nationalen Wettbewerb der Mundartdichtung in Bellaggio. Damit ist er im Olymp der italienischen Mundartdichter aufgenommen. Riccardo Maroni veröffentlicht die zweite Liedersammlung
“I mè amizi de montagna” [Meine Bergfreunde]. Der Erlös wird zur Wiederherstellung der Berghütten der Rivaner Bergsteiger gespendet.

1949 – Nach drei Jahren Arbeit, durchgeführt mit Hilfe einiger Rivaner Bergsteiger und mit vielen Verehrern von Giacomo Floriani, gelingt es Riccardo Maroni, die Alphütte zu bauen und diese Giacomo Floriani zu schenken, der ihr das Gedicht “Baita” [Alphütte] widmet.

1950 –Riccardo Maroni veröffentlicht eine Sammlung mit allen Poesien von Giacomo Floriani: “I tre canzonieri” [die drei Liedersammlungen], welche die “Fiori de montagna”[Die Bergblumen] , “I mè amizi de montagna [Meine Bergfreunde]” und die dritte Liedersammlung “Montagne Trentine” [Trentiner Berge] enthält.

1959 – Die Liedersammlung “la me baita” (meine Alphütte] enthält auch “La storia della baita di Floriani” [Die Geschichte der Alphütte Floriani].

Am 18. September wird der zehnte Jahrestag der Übergabe der Alphütte gefeiert. Am 28. September erreicht ein Hubschrauber der Region Trentino Alto Adige die Alphütte und übergibt dem Poeten eine Nachricht des Präsidenten der Region, Anwalt Tullio Odorizzi, sowie zahlreiche Geschenke.

Die Alphütte Giacomo Floriani:

“… Té suplico Signor: fame ‘na grazia prima che mora. Regaleme ‘na baita a la pastora… ‘Na baita tuta mia, ciara, pulita… (Giacomo Floriani)”
[“… Ich bitte Dich, mein Herr: gewähre mir eine Gnade, bevor ich sterben muss. Schenk mir eine Hütte, eine Schäferhütte … eine Hütte ganz für mich allein, sauber und rein…. (Giacomo Floriani)]”

Die Alphütte Giacomo Floriani, die der vierten Liedersammlung den Titel schenkt, ist die sehnsüchtig gewünschte Hütte, die neben der kleinen Kirche San Pietro gebaut wurde, gleich hinter der Berghütte, auf dem Berg, der über den Gardasee und das Sarcatal blickt. Dank der Großzügigkeit von Riccardo Maroni und der vielen Freunde, die ihn aufrichtig schätzten, wird ihm diese Hütte geschenkt.

Tatsächlich machen sich im Jahr 1947 viele Freunde und Verehrer ans Werk, um dem Wunsch des Mundartdichters gerecht zu werden und am 18. September 1949 wird die „Baita“ [Alphütte] offiziell Giacomo Floriani bis zu seinem Ableben geschenkt, um dann in den Besitz des italien. Alpenvereins SAT zu gelangen.
Dort verbringt er seine letzten Lebensjahre, zusammen mit seiner Ehefrau Lucia Pizzini (die er 1912 geheiratet hat) um die einfachen Dinge zu bewundern und um „den Wolken hinterher zu laufen“.
Giacomo Floriani macht seinen letzten “traurigen Abstieg” von der Hütte am Ende des Sommers 1967.

Berghütte San Pietro

Garda Trentino

 Loc. Monte Calino, Tenno (TN) - Italia

 +39 0464 500647

 +39 349 5240427

info@rifugiosanpietro.eu

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